Ich schenk dir die Welt dank Josephs Pfennig - Der Zinseszins

21.05.2017

"Ich schenk dir die Welt, den Mond, die Sterne"...So beginnt ein Song von den Prinzen. Nun das wäre ein leichtes für den Ur-Nachfahren von Jesus. Wie? Was Wo? Nochmal von vorne.

 

 

In der Finanzwelt gibt es eine Berechnung, die die immensen Auswirkungen des Zinseszins aufzeigt. Der Zinseszins, der eigentlich Renditerendite heißen müsste, tritt ein, wenn Gewinne einer Kapitalanlage in der nächsten Periode mit angelegt werden. Dadurch erwirtschaften die Gewinne Gewinne. Dazu ein kurzes Beispiel:

Angenommen man investiert 100€ und diese machen in jedem Jahr 10% Rendite. Dann beläuft sich der Kontostand nach einem Jahr auf 110€. Und im Jahr darauf? 120? Nein! Im zweiten Jahr sind dann aus den 110€ 121€ geworden. Denn es haben insgesamt 110€ 10% Rendite gemacht. Durch diesen Effekt hat sich das Vermögen schon nach acht Jahren mehr als verdoppelt. (Siehe Zahlenreihe):

 

Anfangsjahr...100

1. Jahr.............110

2. Jahr.............121

3. Jahr.............133,1

4. Jahr.............146,41

5. Jahr.............161,05

6. Jahr.............177,16

7. Jahr.............194,87

8. Jahr.............214,36

 

Aber was hat das denn nun mit Jesus zu tun? Nun mal angenommen Joseph wäre zur Geburt seines Sohnes in die Bank von Bethlehem geschlendert und hätte für ihn ein Sparbuch mit einem Zinssatz von 5% eröffnet. Als es dann um das anlegen der Ersparnisse ging leerte Joseph seine Taschen und fand einen Cent (Ja wir gehen der Einfachheit halber davon aus, dass es den Euro seit Christi Geburt gibt). Er legt den Cent an, man trug es ins Sparbuch ein und auf dem Rückweg verlor er das Sparbuch.

 

Heute im Jahre 2017 finden Archäologen dieses Sparbuch wieder. Wenn diese mit ihrem Fund zur Bank gehen und sich die angesammelten Zinsen auszahlen lassen erhielten sie 1,02€ (aufgerundet). Bei einem Sparbuch werden nämlich die Zinsen nicht wieder mit angelegt. So sind 2017 Jahre lang 0,0005 € pro Jahr dazu gekommen. Von diesem Betrag könnten sie sich (nach meinem Wissen) fünf Tüten Ketchup bei McDonalds leisten.

 

Doch was wurde aus Joseph?

Verärgert über den Verlust des Sparbuchs kramte er zu Hause noch einen Cent zusammen und rannte zurück zur Bank. Diesmal empfahl ihm der Bänker aber kein Sparbuch sondern eine Beteiligung an der Bank. Den für ihn bzw. Jesus ausgestellten Anteilsschein bewahrte Joseph diesmal sicher auf. Leider vergaß er ihn zu Lebzeiten wieder einzulösen und so blieb auch dieser bis zum heutigen Tage verschollen. Auch dieser Cent machte 5% Gewinn pro Jahr. Allerdings wurden hier die Gewinne wieder mit angelegt (Zinseszins).

Und was wäre die Beteiligung heute wert? Wer nachrechnen möchte muss folgendes in seinen Taschenrechner eingeben:

Endkapital = 0,01 € * 1,05^2017

 

Der Taschenrechner von Windows spuckt dann folgendes Ergebnis aus:

 

5,48 * 10^40 €.

 

Das sieht schon mal nach einer Menge Geld aus, deren Betrag man nicht so einfach im Stande ist auszusprechen. Also muss man es vereinfachen.

Wenn man sich den heutigen Goldpreis anschaut (Stand: 25.04.2017) erhält man für 37.130 € ein kg Gold (Quelle:https://www.gold.de/kurse/goldpreis/). Das heißt für eine Tonne Gold zahlt man 37,13 Mio. €.

Die Beteiligung von Jesus ist also ungefähr genauso viel wert wie 1,47 * 10^33 Tonnen Gold. (5,48 * 10^40 / 37.310.000). Um das noch besser greifbar zu machen nehmen wir einfach das Gewicht der Sonne. Unser geliebter und golden schimmernder Stern wiegt 1,989 * 10^27 Tonnen. Und damit wären wir auch am Ende unserer Geschichte.

 

Eine Beteiligung, die zu Jesus seiner Geburt getätigt wurde und bis heute eine jährliche Rendite von 5% Pro Jahr erbracht hätte, ergäbe einen Gegenwert von knapp 738.510 Sonnen aus purem Gold.

 

Das war wahrscheinlich der Grund warum viele Kirchen den Zinseszins verboten haben.

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